Über mich
In diesem Raum findest du sechs besondere Momente.
Momente voller Erlaubnis, Verbindung und Vertrauen. Momente, die meinen Weg geprägt haben – im Außen und im Innen.
Sie erzählen davon, wie die Weisheiten der Maya zu mir gefunden haben. Wie Ecuador zu einem Zuhause wurde. Wie und warum Stimmig Wirken entstanden ist. Und weshalb Vertrauen für mich nicht nur ein Gefühl, sondern auch ein Geschäftsmodell sein kann.
Die Sechs steht im Mayakalender für die höchste Form von Stabilität. Sie verbindet Erde und Himmel mit den vier Himmelsrichtungen und Elementen. In der Erde verwurzelt und von oben geführt. Ja, das passt ganz wunderbar zu diesen stimmigen Momenten.
Viel Freude bei der kleinen Reise nach Guatemala und Ecuador.
Anna
Moment der Öffnung
Wie die Weisheiten der Maya zu mir gefunden haben
Als ich Anfang 2022 in Guatemala landete, wusste ich nur eines: Etwas in diesem Land hatte mich gerufen. Was genau, konnte ich damals noch nicht greifen. Nach und nach durfte ich verstehen, woher dieser erst leise und dann immer lautere Ruf kam. Es waren der Lago Atitlán, die Vulkane, der Regenwald und die Mayakultur. Und diese erste Geschichte verbindet all das.
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Als ich Anfang Februar 2022 am Flughafen von Guatemala City landete, hatte ich keine Ahnung, welches Abenteuer mich erwarten würde. Ich wusste nur, dass das Land mich gerufen hatte. Erst später wurde mir bewusst, dass es nicht das Land selbst, sondern seine atemraubenden Seen, Vulkane, Regenwälder und die Mayakultur waren, deren Ruf ich gefolgt war, ohne es damals zu wissen. Die Weisheiten der Maya, die älter als 3000 Jahre alt sind, wurden lange durch die spanischen Eroberer unterdrückt und von wenigen Hütern der Weisheiten erhalten und weitergegeben. Von Beginn an faszinierten mich die zeitlose Relevanz und Klarheit dieser Lehren sowie die tiefe Verbundenheit mit der Natur und das Leben in Harmonie mit ihren Zyklen.
Spätestens nach der ersten Feuerzeremonie nach Mayatradition war mir klar, dass diese Weisheiten mich noch lange begleiten würden. Es war der Tag 8 B’atz im Mayakalender, dessen 260 Tage sich aus 13 Zahlen und 20 sogenannte Nawales zusammensetzten. Gemeinsam mit einem Freund folgte ich der Einladung eines gemeinsamen Bekannten zum Cerro Tzankujil Nature Reserve in San Marcos, einem Dorf am Lago Atitlán. Mayaaltare wie dieser waren auf Hügeln, in Höhlen und an anderen besonderen Kraftorten in ganz Guatemala und seinen Nachbarländern zu finden. Mochten sie für unsere europäischen Augen aussehen wie einfache Feuerstellen, so sprach die Energie des Ortes für sich und das spürte ich in meinem ganzen Körper. Der Tag 8 B’atz war ein besonderer Tag im Mayakalender. Es war der Beginn eines neuen Zeremoniezyklus. Und auch für mich war dieser Tag ein Neubeginn.
Wir nahmen im Kreis um die Feuerstelle Platz, die gerade noch mit Blumen und Obst dekoriert wurde. Die vielen Farben strahlten Freude aus. Sie waren überall in Guatemala zu finden – in Textilien, auf den Straßen und in der Natur. Und dennoch lag Demut vor dem Ritual, was vor uns lag, und diesem besonderen Ort in der Luft. Mein deutscher Kopf schaltete sich ein: Warum dauern die Vorbereitungen so lange? Warum opfern wir all die schönen Blumen und das leckere Obst dem Feuer? Ist das nicht Verschwendung? Ich beobachtete die Fragen, die in mir hochkamen, und vertraute darauf, während der nächsten Stunden Antworten auf sie zu finden. Nicht in meinem Kopf, sondern in meinem Herzen.
Beim Anblick der in bunter Tracht gekleideten Schamanen und Schamaninnen, die erste Gebete sprachen und mit Copal und Tabak den Ort und die Gruppe reinigten, um das Ritual einzuladen, spürte ich ihre tiefe Hingabe und in mir Neugier. Von Menschen, die so mit sich im Reinen waren und mit offenen Herzen durch das Leben gingen, konnte ich noch viel lernen. In den nächsten Stunden luden sie in der Mayasprache Kaqchikel, Spanisch und Englisch die Energien der vier Elemente, Himmelsrichtungen und verschiedenen Nawales ein. Mein bisheriger Weg war vor allem im Yoga und Berufsleben stark geprägt gewesen von männlichen Lehrern. Zu ihnen blickte ich auf und wollte ihrer Guidance folgen. Zum ersten Mal fühlte ich mich vor allem mit den Frauen, die das Ritual begleiteten, tief verbunden. Ihre Weisheit wollte ich aufsaugen und mich davon leiten lassen. Und am Ende verstand ich auch, was hinter den Opfergaben an das Feuer steckte – nicht mit dem Kopf, sondern mit meinem ganzen Herzen. Sie waren der Ausdruck von unendlicher Dankbarkeit für Mutter Natur und dieses Leben. Hallo Neubeginn!
– Auszug aus meinem Jahresrückblick von 2022
Moment des Erkennens
Warum manche Wahrheiten ein Leben lang bleiben und andere nur für einen Reiseabschnitt
„Das entspricht mir voll“, hörte ich meine innere Stimme sagen, während ich mit einer Tasse Kaffee in der Hängematte saß und auf den Lago Atitlán blickte. Damals fühlte sich genau dieser Ort und meine neue Aufgabe stimmig an. Und gleichzeitig begann ich zu spüren, dass sich nicht mehr alles in meinem Leben so stimmig anfühlte wie noch einige Monate zuvor.
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„Das entspricht mir voll“, hörte ich meine innere Stimme sagen, während ich mit einer Tasse Kaffee von der Nachbarfarm in der Hängematte saß. Mein Blick schweifte aus dem Baumhaus zum See Atitlán, an dem ich seit einigen Monaten leben durfte, und den dahinterliegenden Vulkanen. Mein Job als Volunteer in einem schnuckeligen AirBnB Casa Jaguar entsprach mir voll – in diesem Moment. Ich durfte zweibeinigen und vierbeinigen Seelen ein Gefühl von Zuhause schenken. Sie jeden Tag aufs Neue bei sich und im Casa Jaguar willkommen heißen. Und meine damals noch sehr aktive innere Projektmanagerin war mit all den organisatorischen Aufgaben, die so ein Hostel in Lateinamerika mit sich bringt, auch sehr zufrieden. Es entsprach ihr voll, sich zu kümmern.
Gleichzeitig begann sich etwas anderes nicht mehr ganz so stimmig anzufühlen. Nebenbei arbeitete ich damals noch als Freelancerin. Regelmäßige Zoom-Calls, Deadlines und Projektpläne trafen auf Stromausfälle, mehrere Stunden Zeitverschiebung und das bunte und entschleunigte Lebensgefühl Guatemalas. Irgendwie passte das immer weniger zusammen. Ich fühlte mich zwischen den Welten. Ein Gefühl, was mir seitdem durchaus nicht fremd ist und vielleicht nie war.
Wenn ich heute, mehr als vier Jahre später, auf diese Zeit zurückblicke, schmunzle ich. Ohja, die war ganz schön intensiv und es fühlte sich an, als würden mir nicht nur neue Wahrheiten, sondern auch eine ganz andere Art zu leben gezeigt werden. Verbundener mit dem Moment und allem, was ist.
Was vor einigen Jahren stimmig war, ist es heute vielleicht nicht mehr. Ja, ich liebe es auch heute noch, mit einer Tasse Kaffee oder Kakao in der Hängematte zu liegen und in die Natur zu blicken. Räume zu öffnen, in denen sich Menschen zuhause fühlen – das entspricht mir auch heute noch voll. Ein Gästehaus zu führen mit allem, was dazugehört – das kann ich mir in diesem Moment weniger vorstellen. Es ist gerade nicht dran.
Manche Wahrheiten begleiten uns ein Leben lang, andere nur für ein paar Momente, Wochen oder gar Jahre. Das zu erlauben, ist für mich auch stimmig wirken.
Und was sich außerdem über Jahre stimmig anfühlt? Meine Verbindung zu Hunden. Seit diesen Monaten in der Casa Jaguar sind es immer wieder drei Hunde, die mich begleiten. Zuerst dort am Lago Atitlán, später auf zwei Farmen in Ecuador und seit einigen Monaten wieder ganz nah an meiner Seite. Während ich diese Zeilen schreibe, warten sie vermutlich schon auf der Terrasse auf unseren nächsten Spaziergang. Doch es regnet und sie dürfen sich noch etwas gedulden.
Die Drei steht im Mayakalender für Innensicht, Introspektion und Zuhause. Ja, das lehren mich Hunde definitiv. Und vielleicht mehr als einer. Denn alle zeigen mir unterschiedliche Facetten von mir und tragen verschiedene Botschaften.
– spontane Notizen im Juni 2026
Moment des Erinnerns
Wie mich das Leben nach Ecuador geführt hat
Alles begann mit einem weißen Maultier. Mitten im Dschungel von Petén in Guatemala erinnerte mich eine vierbeinige Seele an etwas, das ich viele Jahre kaum beachtet hatte. Dass mich dieser Moment schließlich bis in die Anden Ecuadors führen würde, konnte ich damals noch nicht wissen.
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Alles begann mit einem weißen Maultier. Das ist der Beginn einer ganz besonderen Geschichte für mich. Die Geschichte, wie mich das Leben nach Ecuador gebracht hat.
Und diese Reise begann mit einer kleinen, aber absolut magischen Begegnung im Dschungel von Petén in Guatemala.
Auch wenn diese Begegnung schon drei Jahre zurückliegt, ist sie in meinem Kopf und Herzen noch immer sehr präsent. Wir waren bereits seit mehreren Tagen durch den dichten Regenwald gewandert. Begleitet wurde ich von einer Gruppe Mitreisender, unserem Guía Adrián und ein paar Maultieren, die unser Gepäck für uns trugen.
Am Zeltplatz von El Mirador blieben wir zwei Nächte, um die eindrucksvollen Pyramiden zu erkunden und Kraft für den zweitägigen Rückweg zu sammeln. Als Pferdemädchen nutzte ich die Zeit, um den Maultieren meine Aufmerksamkeit und ein bisschen Liebe zu schenken.
Ich setzte mich an einen Baum in ihrer Nähe und schloss die Augen. Das Meditieren an diesem Ort war zauberhaft und gleichzeitig sehr herausfordernd. Brüllende Affen, Moskitos, tropische Hitze. Doch in diesem Moment konnte ich mich leicht mit mir und dieser besonderen Umgebung verbinden.
Auf einmal spürte ich ein vertrautes, warmes und weiches Gefühl auf meinem Kopf. Allein der Gedanke an diesen Moment bringt mir auch jetzt noch Gänsehaut. Es waren die Nüstern des weißen Maultiers, der mula blanca. Und sie hatte eine Botschaft für mich. Sie erinnerte mich an meine Verbindung zu Pferden. Denn diese hatte ich in den letzten zehn Jahren ziemlich vernachlässigt oder gar völlig ignoriert.
Das war die Begegnung, die mich nur wenige Monate später nach Ecuador geführt hat. Auf eine Pferdefarm in den Anden.
Ein kleiner Moment kann alles verändern.
Eine kurze Begegnung, kann eine tiefe Botschaft für uns tragen.
Wenn wir uns dafür öffnen.
Das fasziniert mich immer wieder.
– Auszug aus der Andenpost von April 2025
Moment des Ankommens
Warum sich Zuhause nach Erlaubnis und Verbindung anfühlt
Vilcabamba, das heilige Tal Ecuadors. Es war Liebe auf den ersten Blick zwischen mir und diesem kleinen Dorf in den grünen Ausläufern der Anden. Aber nicht die aufregende Version mit Schmetterlingen im Bauch. Eher die ruhige Variante, die uns direkt an einen tiefen Frieden in uns erinnert. Und vielleicht gehört zu diesem Zuhause-Gefühl auch eine gewisse Portion Verrücktheit.
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Es war Liebe auf den ersten Blick zwischen der damals 33-jährigen Anna, die sich gerade etwas verloren in sich und der (Business)-Welt fühlte, und diesem Multi-Kulti-Dorf.
Aber nicht diese Schmetterlinge-im-Bauch-und-nachts-nicht-schlafen-können-Version von Liebe. Eher die ruhige Variante, die das Sich-Verlieben komplett überspringt und uns direkt an einen tiefen Frieden in uns erinnert. Die Liebe, die leise, aber klar flüstert: Hier bist du zuhause. Hier bist du richtig, genauso wie du (gerade) bist.
Genau das hat meine innere Stimme mir gesagt, als ich vor fast zwei Jahren aus dem Bus ausgestiegen bin. Und seitdem hat mich das Gefühl nicht verlassen.
An diesem Ort darf alles sein. Ich darf barfuß am Fluss entlang spazieren, Freundinnen herzlich umarmen und mit mir und dem obligatorischen Cacao in der Hängematte sein. Ich darf in der Gruppe Yoga praktizieren, bei einem Cappuccino im Café arbeiten und im Temazcal schwitzen. Mein Leben darf hier fließen. Und das liegt nicht nur an den beiden Flüssen, la Chamba und el Yambala, die uns umgeben.
Und vielleicht gehört zu diesem Zuhause-Gefühl auch eine gewisse Portion Verrücktheit.
Die Anna von vor zwanzig oder sogar zehn Jahren würde vermutlich den Kopf schütteln: Du in einem Dorf? Das ist ja verrückt.
Und irgendwie ist es das auch.
Denn um in Vilcabamba zu leben, darf man schon eine Portion Verrücktheit in sich tragen. Vielleicht führt sogar genau diese Qualität Seelen in dieses für mich so besondere Dorf.
Verrücktsein im Sinne von aus etwas herausgerückt sein. Aus der Reihe tanzen und mitten auf dem eigenen Weg landen. Sich erlauben, man selbst zu sein und die Botschaften zu empfangen, die das Leben sendet.
So ein Verrücktsein mag ich.
In Vilcabamba zu leben war nie mein Plan. Es ist ganz natürlich passiert, als ich mich für das Leben, für mich und meinen Weg geöffnet habe. Es ist so schön und vor allem so anders, dass mein Kopf es sich niemals hätte ausdenken können.
Und das gilt wohl für alle Lebensbereiche. Ob Dorfleben oder Online-Selbstständigkeit.
Es darf ein bisschen verrückt sein. Oder vielleicht sogar mehr als ein bisschen.
– Willkommensmail und Auszug aus Andenpost Juni 2026
Moment des Brückenbauens
Wie Stimmig Wirken entstanden ist
Manche neuen Räume entstehen nicht am Schreibtisch, sondern als Volunteer bei der Übersetzung einer Andenzeremonie. Eine ganz normale Geschichte aus meinem Leben und meiner Reise vom Denken ins Spüren.
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„Jetzt warten wir auf die Erlaubnis unserer Ahnen, um die Zeremonie zu starten“, sagte die Andenschamanin Mama Purikila, kurz nachdem sie den Raum mit einem Tabakritual eröffnet hatte. Ich darf alles aus einer besonderen Rolle beobachten, denn ich bin an diesem Tag als Übersetzerin da und darf Sprachen und Kulturen verbinden.
Wir sitzen im Kreis um die Chakana, das Andenkreuz, auf dem Wellnessfest in Vilcabamba. Ich blicke in neugierige, aber auch wartende Augen. Es vergehen nur wenige Augenblicke, bis der Wind Purikila antwortet. Eine kleine Feder wird zu ihr geweht. Das ist das Signal, die Erlaubnis. Wir können beginnen.
Die nächste Stunde nimmt uns Purikila mit auf eine besondere Reise: den Qhapac Ñan. So heißt der Hauptweg der Inka in der indigenen Sprache. Er ist nicht nur ein physischer Weg, der verschiedene Städte des Inkaimperiums über Ecuador, Peru, Bolivien, Chile und Argentinien verbindet. Es ist auch ein innerer Pfad, den jeder von uns gehen kann.
Doch was bedeutet dieser Weg eigentlich?
Meine Interpretation nach anfänglicher Verwirrung:
Es ist der Weg vom Kopf ins Herz.
Immer wieder erinnert Puri uns an das Prinzip, das für diesen Weg essenziell ist:
Sentir – Fühlen
Hacer – Tun
Pensar – Denken
Es geht ums Fühlen. Und darum, aus dem Gefühl heraus zu handeln.
Nicht impulsiv, sondern verbunden mit dem, was tief in uns spürbar ist. Der Kopf darf folgen. Aber er trifft nicht die Entscheidung.
Das ist der spirituelle Weg der Inka. Und dieser Pfad kann sich manchmal länger anfühlen als die 6.000 Kilometer, die der physische Weg misst.
Wenn ich an meine eigene Reise denke, spüre ich, dass ich schon eine gute Strecke zurückgelegt habe. Und dass noch einiges vor mir liegt.
Ich bin dankbar für die Werkzeuge, die mir jeden Tag helfen, ins Spüren zu kommen. Yogapraxis, Meditation, achtsames Beobachten, Journaling, die Tagesenergien des heiligen Mayakalenders, der in Guatemala zu mir gefunden hat. Auch wenn diese Praktiken aus anderen Traditionen stammen, erinnern sie mich genau wie Puri daran:
Der Weg beginnt im Fühlen.
Es ist sicher kein Zufall, dass zur selben Zeit ein neuer Raum entstand, in dem das Handeln aus dem Fühlen heraus jede Woche gelebt wird. In einer kleinen Gruppe halten wir gemeinsam inne, lassen uns von den Energien des Mayakalenders leiten, spüren und kommen dann ins Wirken.
Und dass dabei mal kurz Achtsamkeitspraxis mit Weisheiten aus Südamerika auf eine ganz natürliche Weise verbunden wird, ist sicher auch kein Zufall. Brücken bauen ist einfach stimmig für mich im Leben zwischen den Welten.
– Auszug aus der Andenpost von Mai 2025
Moment des Vertrauens
Warum Vertrauen für mich ein Geschäftsmodell sein kann
Orte haben mich schon immer gerufen. Gran Canaria, der Lago Atitlán oder Vilcabamba. Doch was ruft eigentlich im Business? Diese Frage hat mich viele Jahre begleitet.
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Das Thema der letzten kleinen Geschichte ist vielleicht das Wichtigste, das es überhaupt gibt. Es geht um Vertrauen.
Vertrauen in die innere Stimme. Vertrauen in den eigenen Weg. Vertrauen in das Leben. Wenn ich in diesem Vertrauen lebe, bin ich im Moment. Dann brauche ich kein starres Ziel vor Augen, auf das ich hinarbeite. Denn aus dem Moment ergeben sich ganz natürlich die nächsten Schritte.
Durch Vertrauen bin ich vor nun schon mehr als fünf Jahren auf den Kanaren gelandet.
Und dann über Guatemala schließlich in meinem Zuhause in Ecuador.
Doch was mir im physischen Leben so leicht fiel, fiel mir besonders zu Beginn meiner Selbstständigkeit schwer. Ob Gran Canaria, Lago Atitlán oder Vilcabamba – Orte haben mich immer schon gerufen. Aber was ruft denn im Business?
Zwischen Funnels, Angebotstreppen und Umsatzzielen fragte ich mich manchmal: Ist da überhaupt noch Raum für Vertrauen und die innere Stimme?
Wenn ich damals in meinen LinkedIn-Feed schaute oder Netzwerktreffen besuchte, kam es mir oft nicht so vor. Und doch war sie immer da – diese innere Stimme. Auch im Business. Sie führte mich zu echter Verbindung. Zu Menschen, die ebenfalls ihren eigenen Weg gehen.
Vertrauen führte zu mehr Vertrauen. In mir – und in anderen.
Und nun führt es mich zu einem neuen Preismodell. Oder sollte ich eher sagen: zu einem Nicht-Preismodell? Denn für meine Angebote im Bereich „Stimmig Wirken“ gibt es ab sofort keinen festen Preis mehr. Sei es Kleingruppen-Räume oder 1:1-Sparring. Manche nennen dieses Modell Pay What You Can. Ich nenne es Vertrauen.
Dieses Vertrauen befreit mich. Von innerem Druck und Erwartungen. Es lässt uns gemeinsam einfach da sein und dem folgen, was gerade wirklich dran ist. Danach entscheidet mein Gegenüber selbst, was sich stimmig anfühlt zu geben.
Während ich in diesen Tagen viel über Vertrauen nachdenke und reinspüre, lese ich übrigens gerade ein Buch mit genau diesem Titel „Trust“ von Osho. Und plötzlich reisen wir von den Anden gedanklich einmal über den Pazifik nach Indien. Darin beschreibt Osho einen Unterschied, der mich sehr berührt hat: Den Unterschied zwischen Ziel und Richtung.
Ein Ziel ist etwas Festes.
Eine Richtung dagegen ist lebendig.
Ein Ziel kann man kennen.
Eine Richtung kann man nur fühlen.
Wenn wir ein Ziel festlegen,
entscheidet oft unsere Vergangenheit.
Wenn wir einer Richtung folgen,
entsteht der nächste Schritt im Moment.
Genau so fühlt sich dieses neue Preis- und Geschäftsmodell für mich an. Nicht wie ein Ziel. Mehr wie eine Richtung. Eine Richtung, der ich vertraue.
– Auszug aus der Andenpost von März 2026
Mehr von mir an anderen Orten
Interview vom April 2025 mit Sven Ullmann von PureCast über die innere Stimme, Achtsamkeit im Business und dass wir uns nicht alleine fühlen müssen in der Selbstständigkeit. Eine Portion Kakao gibt es auch dazu.
Auf Spotify anhören
Im Gespräch mit der Networkerin Christina Schumacher blicken wir hinter die Masken und betreten einen Raum der Erlaubnis, heute nicht mehr die Person sein zu müssen, die du gestern noch warst.
Auf Spotify anhören
Mit Diana Osterhage, Gründerin der Wandelkraft-Community, zu stimmigen Wirken in der Selbstständigkeit und wie PayWhatYouCan damit zusammen passt:
Auf Spotify anhören
Auf dem Wandelkraft Marktplatz findest du neben meinen Angeboten auch jede Menge andere Anbieter und Veranstaltungen mit dem Bezahlmodell PayWhatYouCan:
www.wandelkraft.com